Definition
Die Legionärskrankheit ist eine der wichtigsten Formen der Legionellose. Sie ist durch eine von einer Tröpfcheninfektion hervorgerufene Lungenentzündung gekennzeichnet und kann einen lebensgefährlichen Verlauf annehmen. Das Pontiac-Fieber ist eine andere Form, die vom Krankheitsverlauf milder abläuft.
Vorkommen
Legionellose kann weltweit in Warmwasseranlagen, Luftbefeuchtern, Klimaanlagen und Whirlpools vorkommen.
Krankheitsverlauf
Bei der Legionärskrankheit ist der Krankheitsverlauf mit grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen), mit schwerer Bronchitis, oft Nieren-, Herzmuskel- und Herzklappenbeteiligung gekennzeichnet. Die Lungenentzündung verläuft häufig schwer und dauert rund 4 Wochen. Das Pontiac-Fieber verläuft milder und kürzer mit Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Husten, Fieber und ohne Lungenentzündung.
Inkubationszeit
Die Inkubationszeit beträgt beim Pontiac-Fieber 1 bis 2 Tage. Bei der Legionärskrankheit sind es 2 bis 10 Tage.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt anhand der Krankengeschichte unter Einbezug der Symptome und einer körperliche Untersuchung, speziell der Lungen. Dazu dem Nachweis von Antikörpern gegen Legionellen oder der Erbsubstanz der Erreger.
Therapie
Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika, dazu evtl. Mittel gegen Fieber und Husten.
Vorsorge
Als Vorsorge dienen Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Legionellen. Fehlende Wasserzirkulation und Wassertemperaturen im Bereich von 25 bis 50 °C können Ursachen für Legionellenprobleme darstellen. Deshalb sollte in Wasserspeichern eine Warmwassertemperatur von mindestens 60 °C betragen. Klima- und Luftbefeuchteranlagen müssen zudem regelmäßig und fachkompetent gereinigt und desinfiziert werden.